Fußball im Wandel?

Heute beschäftigen wir uns mit einem der wichtigsten Themen im Fußball und speziell in den Fankurven: Der „Moderne Fußball“ bzw. der Wandel im Fußball. Ein Thema, zu dem wohl die wenigsten wirklich Ahnung, aber die meisten eine Meinung haben. Im Folgenden wollen wir einen Beitrag zur Diskussion leisten und euch damit zum Reflektieren der gängigen Parolen und Denkmuster anregen.
Weltweit äußern Fans und Ultras ihre damit verbundenen Bedenken und Sorgen sowie ihren Protest anhand von Slogans wie „GEGEN DEN MODERNEN FUSSBALL“, welcher auch in unserer Gruppe Verwendung findet. Dabei gehen die Vorstellungen vom Problem und Lösungen dessen weit auseinander und oftmals fehlt eine genauere Analyse der Umstände vollständig, so dass die Kritik nicht über das Äußern von Unwohlsein hinausgehen kann. Wir wollen dem „Modernen Fußball“ mal etwas auf den Grund gehen, und die gängigen verbreiteten Thesen hierzu untersuchen.
Angeblich sind die Veränderungen im Fußball in der letzten Zeit omnipräsent. Der „Volkssport Fußball“ in den man sich verliebt hat, verkomme zusehends zu einem Business ohne Herz und Seele. Als Heilmittel gegen diese negative Veränderung müsste man quasi das Rad der Zeit stoppen oder noch besser, ein paar Jahre zurück drehen. Doch aktuell würde die negative Veränderung ungebremst im vollen Gang sein. Als sichtbare Erscheinungen werden hierfür im Wesentlichen folgende Aspekte genannt:

- Die Kommerzialisierung
- Die Umwandlung von Vereinen in Kapitalgesellschaften
- Vereinsübernahmen von Sponsoren
- Der „Fall Hoffenheim“
- Repressive Einschränkungen der Fans

Doch ist dem wirklich so, können diese Aspekte als Symptome eines „Modernen Fußballs“ im Wandel begriffen werden? Regelmäßig wird in Publikationen zu diesem Thema diese Behauptung als alleinige Wahrheit, ohne Reflektion und Fakten veröffentlicht. Wir sollten uns diese Thesen und die Vita des Fußballs anschauen um dies zu überprüfen. Dabei beschäftigen wir uns der Reihe nach mit allen oben genannten Stichworten näher. Beginnen wir mit dem ersten:

Die Kommerzialisierung
Der Begriff Kommerzialisierung beschreibt einen Prozess, in dem wirtschaftliche Interessen einen immer stärkeren Einfluss gegenüber ideellen Werten gewinnen.
Wenn die Kommerzialisierung des Fußballsportes als Merkmal des Modernen Fußballs genannt wird, dann sind dabei nicht die ersten Werbebanden in deutschen Stadien oder die ersten Eintrittsgelder die je verlangt wurden gemeint. Stattdessen ist die These, dass nach der (teilweise bis in die 90er Jahre reichenden) „guten, alten Zeit“ die Eventisierung und kommerzielle Ausschlachtung des Fußballsports erst so richtig begonnen habe.
Gerne wird die TV-Vermarktung als Katalysator angeführt. Sicherlich ist das Fernsehen seit Mitte der 80er einer der wichtigsten Faktoren im wirtschaftlichen Interesse der Vereine. Allerdings lässt sich bis in die 70er eine ähnliche Präsenz der Printmedien und des Hörfunk nachweisen. Wenn heute der geneigte Stadionbesucher unter der Fernsehbedingten Montagabend-Spielansetzung zu leiden hat, so ist doch das Vorgehen nicht kommerzieller geworden im Vergleich zu früher, wo (u.a. auch mittels Spieltagszerstückelung) versucht wurde möglichst viele zahlende Besucher in die Stadien zu locken. Nur ist heute eben mehr Geld im Fernsehgeschäft als durch Eintrittsgelder zu generieren. Folglich handelt es sich hierbei nicht um eine neue Entwicklung, sondern nur um ein weiter entwickeltes Stadium.
Ein anderes Beispiel bezüglich der kommerziellen Vermarktung: Bereits 1976 hat der Hamburger SV zur Erschließung neuer Fans/Kunden in rosa Trikots gespielt und Show-Trainings mit einer Blaskapelle und Elefanten durchgeführt.
Hochklassiger Fußball ist zweifelsohne eine kommerzielle Angelegenheit, und der Prozess der Kommerzialisierung und Eventisierung schreitet auch der Zeit entsprechend voran. Wann trat aber der Prozess ein? Bei der Gründung der Bundesliga? Als der erste Zuschauer Geld für das Zuschauen gab? Sicher festhalten lässt sich, dass es sich hierbei nicht um eine Entwicklung der letzten paar Jahre handelt, welche etwa durch die WM 2006 in Deutschland angetrieben worden wäre. Diese These ist also nur eine rhetorische Phrase. Als emotionaler Ausdruck aufgrund des persönlichen Erlebens einer Entfremdung vom vorgestellten idealen Fußball ist sie vielleicht passend, allerdings darf sie dann nicht als Fakt verwendet werden.

Die Umwandlung von Vereinen in Kapitalgesellschaften
Diese (natürlich tatsächlich existente) Umwandlung wird gerne als weiterer Teil der Veränderung des Fußballs angeführt. Der Gedanke dahinter ist naheliegend: Klassischerweise wird eine Mannschaft von einem Fußballverein (e.V.) gestellt, und nicht von einem Wirtschaftsunternehmen (Kapitalgesellschaft). Offensichtlich ist hier also eine Abweichung vom ursprünglichen Gedanken des rein sportlichen Wettkampfes vonstattengegangen.
Fraglich ist allerdings auch hier, ob diese Abweichung Teil des „Modernen Fußballs“ nach verbreiteter Auffassung ist. Nun, die Umwandlung ist keine moderne Erscheinung der letzten Jahre. Die ersten Fußball-Kapitalgesellschaften finden wir schon in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts (!) in Großbritannien. Dann gibt es, zumindest in Europa, eine längere Pause, bis in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in vielen europäischen Staaten Fußball-Kapitalgesellschaften gegründet werden. In Deutschland allerdings setzt der Trend, das ist richtig, erst in den Jahren 1998-2001 ein. Diese Umwandlung hat dabei massive rechtliche Gründe gehabt, welche hauptsächlich in der rechtswidrigen Steuersonderbehandlung der Vereine, welche einen Jahresumsatz von mehr als 60.000 € hatten, liegen. Denn nach Rechtslage darf ein gemeinnütziger Verein, der von einer im Vergleich zu kommerziellen Unternehmen deutlichen steuerlichen Besserstellung profitiert, eben nur einen bestimmten Umsatz aufweisen, der im Profifußball um Längen überschritten wird. So sind dann auch seit der Einführung der Steueränderungen die Steuerzahlungen der Bundesliga und 2. Bundesliga von 60 Millionen auf 700 Millionen € gestiegen.
Auch hier ergibt sich also beim genaueren Hinschauen ein anderes als das landläufig propagierte Bild: Die Umwandlung, beziehungsweise Ausgliederung in Kapitalgesellschaften erscheint auf den zweiten Blick und beim Blick über den (deutschen) Tellerrand weder als rein Gewinnorientiert noch als Unikum der Neuzeit.

Vereinsübernahmen von Sponsoren
Als weiteres Zeichen des sogenannten „Modernen Fußballs“ wird auf die Sponsoren hingewiesen. Sponsoring wird damit in der Regel nicht grundsätzlich in Frage gestellt, aber verschiedene Ausprägungen dessen stehen in der Kritik. Hierbei ist etwa an die großflächige und prägende Präsenz auf den Trikots, oder die Umbenennung von traditionellen Stadionnamen wie dem Niedersachsenstadion zu denken.
Besonders eklatant wird der Einfluss der Sponsoren, wenn diese als Teil ihres „Sponsorings“ ihre Namen, Farben und Logos in dem Vereinsnamen, auf den Trikots etc. unterbringen wollen. Das ist neben einem Identitätsverlust des Vereines regelmäßig auch mit einem neuen Machtgefüge verbunden, weil das Unternehmen über „sein Produkt“ auch bestimmen können will. Glücklicherweise ist dies (also schon die reine Umbenennung) heutzutage in Deutschland nicht mehr so möglich, weil die Regularien des DFB dem einen Riegel vorgeschoben haben, was in der Argumentation allerdings oft vergessen wird. Diese Schutzbestimmungen haben ihren Grund nicht in der Debatte um Red Bull, sondern wegen Fällen wie Chio Waldhof Mannheim 07, SC Westfalia Goldin 04 Herne, Schott Jena, Wacker Burghausen, VfR OLI Bürstadt, Gummi Mayer Landau im ASV und LR Ahlen, um nur die bekanntesten zu nennen. Dies war besonders in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts keine Besonderheit.
Mit anderen Worten: Das Ärgernis der Vereinsübernahmen ist eher ein Problem der „Guten Alten Zeit“, welches durch das Regelwerk des „Modernen Fußballs“ weitgehend eingeschränkt wird, indem die Statuten einen Bestandschutz der Vereinsnamen insoweit aufweisen, dass eine Umbenennung zugunsten eines Sponsors unzulässig ist. Weil aber der Schutz nicht umfassend genug ist, sondern offenbar (wie uns RB Leipzig lehrt) durchaus im Interesse der Sponsoren umgangen werden kann, muss trotzdem weiterhin eine Lösung dafür gefunden werden, von Anhängern, Mitgliedern, Vereinen, Verbänden und der Gesellschaft im Allgemeinen.

Der „Fall Hoffenheim“
Dieser ist ein weiteres Zeichen einer nicht auf Fakten beruhenden Debatte. Jeder sollte sich fragen, warum genau es das Ende der Fußballs ist, wenn ein Verein einen Mäzen hat. Solche Debatten wurden und werden bei anderen Vereinen auch nicht geführt: Wo wäre der 1.FC Nürnberg ohne Herrn Roth, oder wo wären Vereine wie St. Pauli oder Fortuna Köln ohne entsprechende Gönner? Apropos Fortuna Köln: Wieso ist es in Ordnung, wenn eine GmbH Stimmrecht bei einen Verein bekommt, wenn es bei anderen Investoren nicht in Ordnung ist? Liegt es daran das beim „DFC“ jeder (hauptsächlich Fußballfans die keinerlei Bindung zu Fortuna Köln haben) seine Fußballmanager-Ambitionen ausleben kann?
Wenn Hoffenheim ein Retortenklub ist, was sind denn dann die Vereinskonstruktionen wie 1.FC Köln (der Klub entstand am 13. Februar 1948 aus dem Zusammenschluss der beiden Fußballvereine Kölner BC 01 und SpVgg Sülz 07. Ziel dieses Zusammenschlusses war es, für die Stadt Köln einen aus sportlicher sowie wirtschaftlicher Sicht attraktiven Verein zu schaffen), Dynamo Dresden, Rot-Weiß Essen, Lok Leipzig oder Hansa Rostock?
Wenn ein Verein alleine und aufgrund eines Mäzen einen größeren Etat aufweist, als alle anderen Vereine in der Liga zusammen (Hoffenheim in der zweiten Liga), dann lässt sich schwer von fairem Wettbewerb sprechen. Allerdings wären auch viele der heutigen Traditionsvereine nicht dort, wo sie jetzt stehen, wenn sie nicht auch finanzielle Unterstützung bekommen hätten. Warum sollte also ein Kreis an Vereinen, welche selber „Konstrukte“ sind und aufgrund von finanzstarken Gönnern den Weg an Fußballdeutschlands Spitze schafften, nun einem anderen Verein der jetzt nachziehen will, dieses verwehren?
Man kann durchaus einen Unterschied zwischen den etablierten Vereinen und der TSG machen. Dieser liegt auch durchaus in der Tradition begründet. Allerdings ist diese Tradition nicht darin begründet, dass man nie finanzielle Hilfe in Anspruch genommen hat, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, oder dass es nie strategische Zusammenlegungen und Unterstützungen gab, um eine Stadt/Region durch einen besonders starken Verein bestmöglich zu vertreten. Stattdessen gibt es einfach Vereine, die Pionierarbeit für den Fußball in Deutschland geleistet haben, von den ersten Tagen, von der Entfachung der Begeisterung für den Sport, über die Etablierung der bekannten Strukturen, bis hin zur heutigen Zeit. Und es ist ja kein Zufall, dass diese Vereine auf ihrem Weg teilweise auch Titel einfahren konnten, welche natürlich auch Teil der jeweiligen Tradition der Vereine sind. Und diese Vereine sind weit mehr als nur ein kleiner Kreis an aktiven Mitgliedern, welche eine Fußballmannschaft auf die Beine stellen: Sie sind Indentifikationsfaktoren für Millionen von Menschen. Während ein Verein wie Hoffenheim diese Tradition nicht auf seiner Seite weiß, sondern ganz im Gegenteil als Emporkömmling einen Startplatz in Deutschlands Eliteliga „stiehlt“. Wir wollen und können Euch das Denken und Urteilen auch in dieser Frage nicht abnehmen und sind überwiegend selbst Gegner des „Projektes Hoffenheim“, aber wir wollen doch dazu aufrufen, die eigene Argumentation gegebenenfalls noch mal zu überprüfen und verbessern.

Repressive Einschränkungen der Fans
Ein weiteres Merkmal, das auf einen Wandel schließen lasse, seien der angebliche Austausch des Publikums und das repressive Verhalten der Staatsmacht. Dass sich das Publikum im Fußball in regelmäßigen Abständen wandelt ist ein Faktum und hängt nicht nur mit Repressionen zusammen. Die ersten neugierigen Zuschauer, die passionierten Fans und auswärtsfahrenden „Schlachtenbummler“ (oftmals als Familienausflug), die Kutten und die Zeit als der Alkoholkonsum auf den Tribünen eine Rolle zu spielen begann, die Hooligans und ihre Gewalt, die Ultras und Supporter die heute das Bild in den Kurven prägen, um nur einen kleinen Eindruck einer vielfältigen Fankultur zu verschaffen, deren soziale, geschlechtliche und altersstrukturelle Zusammensetzung sich ständig in der Entwicklung befindet. Da dieser ständige Publikumswandel an sich von Beginn an Teil des Fußballs war, kann er selber aber nicht zum „Modernen Fußball“ gehören. Bemerkenswert sind allerdings die „gentrifizierenden“ Tendenzen: Zunehmend wird per Konzept, oftmals am „englischen Modell“ orientiert, ganz bewusst mittels Preispolitik und Eventisierung, Sitzzwang und Datensammelwut nicht nur auf die Erschließung von neuen Zuschauerschichten, sondern auch auf die Verdrängung von alteingesessenen Zuschauern gedrängt. Aber auch vorher fand Repression (Unterdrückung) statt.
Unterdrückung beschreibt sich wie folgt:
Der Ausdruck Unterdrückung bezeichnet vor allem das Niederhalten einer bestimmten sozialen Gruppe durch missbräuchlichen Einsatz gesellschaftlicher Organe, ihrer Autorität oder sozialer Maßnahmen. Mehr oder weniger offiziell in einer Gesellschaft institutionalisiert, vermag dies zur “systematischen Unterdrückung” anzuwachsen. Unterdrückung entsteht durch die allgemeine, auch unbewusste, Annahme, eine bestimmte Menschengruppe sei minderwertig. Unterdrückung beschränkt sich selten allein auf regierungsamtliche Aktivitäten.
Es wurde nicht erst in jüngster Zeit damit begonnen, Fußballfans einzuschränken, vielmehr haben sich die Methoden geändert. Waren die Maßnahmen gegen Fans etwa im Zeitraum 1996-2005 noch sehr sichtbar, wie
- Das Abfangen der Fanbusse weit vor dem Spielort, Begleitung zur Polizeiwache mit anschließender erkennungsdienstlichen Behandlung
- Grundsätzliche Materialverbote
- Einkesseln des Gästeblocks und dann Entnahme von DNA ohne richterlichen Beschluss nach dem Wurf eines Bechers
so sind die Maßnahmen heutzutage oftmals subtiler geworden.
Mit Hilfe von Polizei und Presse werden etwa Rufe wie „XY Raus“ kriminalisiert und in die Ecke von „wüsten Beleidigungen“ und „unangemessen Meinungsäußerungen“ gedrückt.
Einschränkungen der freien Meinungsäußerung, der Freizügigkeit, der körperlichen Unversehrtheit und des persönlichen Eigentums werden durch Sicherheitsorgane (privater wie staatlicher Natur) begangen, gefördert und gegenüber der Öffentlichkeit legitimiert. Zudem ist bemerkenswert, dass ein demokratischer Rechtstaat offenbar keinerlei Probleme damit hat, nichtstaatlichen Organisationen (wie DFB/DFL) grundsätzliche Souveränitätsrechte zu übertragen, welche im Fall der Zuschauer sogar die Rechte von Dritten betreffen.
Repression ist und bleibt also bekämpfenswert, hat ihren Ursprung allerdings nicht in den letzten Jahren oder Jahrzehnten.
Kommen wir nun zum Abschluss auf die Anfangsfrage zurück:

Ist der Fußball im Wandel?
Die Antwort auf diese von uns eingangs gestellte Frage ist ergo: Nein, leider nicht!
Natürlich entwickelt sich der Fußball stets weiter, doch von einem Wandel im Sinne einer Kehrtwende oder einer Änderung des eingeschlagenen Kurses kann dabei leider keine Rede sein. Die Geschehnisse abseits des Rasens gehen seit jeher in eine Richtung, welche unser Missfallen erregt. Nämlich in die Richtung, welche die gesellschaftlichen Umstände vorgeben, in denen unser Fußball stattfindet.
Eine Zeitreise um ein paar Jahre/Jahrzehnte zurück erscheint somit wohl als nostalgische Verlockung, würde aber mitnichten die genannten Probleme zu lösen imstande sein. Der Kampf für einen besseren Fußball kann auf zweierlei Wegen geführt werden:
Der eine ist das ständige Ringen um seine Ideale im Fußballgeschehen selber. Mit Dialog und Militanz können auch in dem kranken System immer wieder kleine Erfolge erzielt werden, und die Entwicklungen innerhalb der Fanszenen gehen mittlerweile teilweise in die richtige Richtung. Es kann zum punktuellen Erfolg führen, politischen und juristischen Druck auf die Herrschenden auszuüben, und somit eine gute Rolle in ihrem Spiel zu spielen. Genauso ist es aber erfolgsversprechend, das Spiel auch mal nicht nach ihren Regeln zu spielen, sondern eigene zu schaffen. Wir haben beim Thema Pyrotechnik Kompromissbereitschaft gezeigt und sie wollten die ausgestreckte Hand nicht annehmen, daraus ergibt sich für uns der Schluss, dass über Pyrotechnik nicht mehr verhandelt wird. Sie findet jetzt nur noch nach unseren Bedingungen statt. Weiter ist etwa eine freie selbstbestimmte Anreise aus unserer Sicht nicht verhandelbar.
Der andere Weg ist die Veränderung der gesellschaftlichen Umstände, welche diesen Fußball erst hervorbringen. Kommerzialisierung, Privatisierung, Repression und Unterdrückung sind Phänomene welche aus dieser Gesellschaft erwachsen, und sich folglich nicht nur im Fußball sondern auch in sämtlichen anderen Bereichen ihren Weg bahnen.
Auf welchem Weg ihr auch kämpfen wollt, gebt niemals auf und haltet eure Ideale in Ehren. So dass wir den Fußball möglichst weit nach unseren Vorstellungen gestalten können, und vielleicht ja sogar eines Tages wirklich eine Gesellschaft und somit einen Fußball im „Wandel“ erleben dürfen.

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