Fotos Hannover 96 – Club Brügge

Vorab schonmal eine kleine Bildauswahl der Chroeo, da das Sichten des ganzen Fotomaterials etwas dauert.

Kinderherz Hannover e.V.

Am 30.07.2010 wurden auf dem Maschseefest drei verschiedene Spendenshirts von den 96-Spielern Vinicius, Steven Cherundolo und Christian Schulz präsentiert. Das war der Startschuss für eine Spendenaktion der Brigade Nord für den „Kinderherz Hannover e.V.“, der die Kinderherzchirurgie der MHH unterstützt. Weil durch politische Vorgaben ausschließlich das „medizinisch Notwendige“ das Maß der Dinge geworden ist. Die T-Shirts konnten für einen festgelegten Spendenpreis u.a. auf dem Maschseefest an der Temple Bar, bei der Kath. Pfarrgemeinde St. Joseph, sowie bei verschiedenen Veranstaltungen und vor allem bei Heimspielen von Hannover 96 am Brigade Nord-Stand im Niedersachsenstadion vor dem Zwinger-Club erworben werden.
Ein Jahr später wurde eine erste Bilanz der Aktion gezogen und dem „Kinderherz Hannover e.V.“ ein Scheck in Höhe von 3000,- € überreicht.
Da nach wie vor die Nachfrage riesig ist, aber viele Grössen mittlerweile nicht mehr vorrätig sind, haben wir uns dazu entschlossen im Frühjahr 2012 die schwarzen Spenden T-Shirts neu aufzulegen. Diese werden dann auch erneut in Kindergrößen erhältlich sein.
Wir als Brigade Nord freuen uns, dass die Aktion so gut angenommen wurde und immer noch wird.

Brigade Nord | Dezember 2011

Versand…..Für alle die es nicht abwarten können bis zur Rückrunde

Bei Interesse bitte Mail an

ultra@bn99.com

Versandkosten variieren je nach Bestellungsumfang.
Kalender bis zu 3 Stk 4,90€
Handschuhe, Schal oder Mütze ab 2,20€

 

1. FC Kaiserslautern – Hannover 96 // 1:1 // Fritz-Walter-Stadion // 36 019

Zum Abschluss einer dieser aufregenden Hinrunde hieß es für uns “Auf nach Lautern”. Für die 9er-Besatzung aus Reihen der Brigade mit dem kaum nennenswerten Umweg über Heerenven, da wir dort an einem Fanturnier der mit uns in regem Kontakt stehenden Boys der Nieuw Noord teilnahmen. Deswegen begann für uns die Fahrt bereits am Samstag Mittag. Trotz oder gerade weil wir traditionell als Rote unseren Anspruch auf die Rote Laterne geltend machten, hat die Fahrt auf jeden Fall Spaß gemacht, Nachtleben in Heerenven und dank ausfallendem Navigationsgerät orientierungslose Rückfahrt über die nächtlichen, einsamen und verschneiten Autobahnen der Niederlande inklusive. Auch in Deutschland hatten wir auf dem Weg in den Süden noch mit dem winterlichen Wetter zu kämpfen, nichtsdestotrotz ließen wir uns den Vorsprung, den wir uns dank durchgefahrener Nacht aufgebaut hatten, nicht nehmen. So erreichten wir dann auch bereits am Vormittag so ziemlich als erste 96er Kaiserslautern, einzig der bereits erblickte Mannschaftsbus unseres Teams deutete auf das anstehende Bundesligaspiel hin. Nachdem wir trotz ausgiebigem Mahl beim Diner vor Ort immer noch Zeit im Überfluß hatten, versuchten wir mit verschiedenen Tricks unseren Neuner auf dem Betzenberg, auf dem Parkplatz direkt am Stadion zu parken. Kurzeitig glaubten wir mit unserer Dreistigkeit sogar noch durchzukommen, allerdings versauten uns die Sicherheitskräfte anschließend doch noch die bis dahin blendende Laune.
Während wir auf den Anpfiff warteten füllte sich der Gästeblocks nach und nach recht ordendlich.
Für einen guten Support sollte es allerdings nicht reichen, auch das erneute Unentschieden auf dem Rasen brachte die Meute nicht zum toben. Zwar gab es durchaus gute Momente, in denen in annehmbarer Lautstärke halbwegs melodisch gesungen wurde, allerdings wurde dass dann leider zu oft durch einfache Schlachtrufe oder Ähnliches gestoppt. Hier müssen wir als Brigade uns auch an die eigene Nase fassen, auch wenn von den paar Leuten kaum einer nach der langen durchgemachten Nacht und späterer Personalienabgabe noch großartige Motivation verspürte, dem Ganzen seinen Stempel aufzufrücken. Im Endeffekt legten Mannschaft wie Fans ihr Mindestprogramm hin, bis sie durch den Schlusspfiff in die Winterpause erlöst wurden. Als wir zurück in unserer Heimat Hannover waren konnten wir nicht nur auf eine abenteuerliche Fahrt, sondern auch auf eine erlebnisreiche und erinnerungswürdige Hinrunde zurückblicken.
Nun heißt es Kraft tanken für die zweite Hälfte der Saison, auf dass wir im Europapokal auch nächstes Jahr für Furore sorgen und in der Liga hoffentlich gar die erneute Qualifikation für den internationalen Wettbewerb schaffen.

SC Freiburg – Hannover 96 // 1:1 // Dreisamstadion // 20.000

Nach Freiburg fahren wir eigentlich immer gerne. Dort erwartet einen nicht nur ein schlagbarer Gegner, sonder auch ein wunderschönes, altes Stadion, idyllisch in den Bergen gelegen. Auch die weite Anreise, welche für manchen Fan vielleicht ein Problem darstellen mag, stört uns überhaupt nicht. Warum auch, wenn man die Stunden gemeinsam mit seinen Freunden verbringt?
So ging auch diesmal die kurzweilige Anfahrt für unserer beiden Autobesatzungen alsbald vorüber, und in Freiburg angekommen hieß es für uns erst mal auf die Suche nach einem Parkplatz zu gehen. Diese Suche gestaltete sich nicht ganz unstressig, aber dafür umso unterhaltsamer, da das übliche Klischee der Fussballfahrer als Verkehrsanarchisten mal wieder eine Bestätigung fand.
Nachdem doch noch gute Parkplätze quasi im Schatten der Flutlichmasten gefunden wurden, machten wir uns dank großem Zeitpolster bis zum Anpfiff noch auf den Weg durch die Straßen der kleinen, aber hübschen Stadt. Nachdem uns zunächst nur Freiburger über den Weg liefen, darunter auch ultraorientierte welche sich allerdings nicht zum pöbeln oder gar angreifen genötigt sahen, schlossen wir uns schließlich dem UH-Mob am Supermarkt an. Anschließend ging es ab in den Block, wo zunächst die mal wieder verbotenen Zaunfahnen aufgehängt wurden. Anschließend positionierten wir Brigadisten uns wir üblich seitlich im Block, wo zusammen mit den Ultras Hannover und dem Rest des traditionell nicht wirklich überfüllten Gästeblockes ein ordendlicher Support hingelegt worden konnte. Dabei erblickte sogar mal wieder ein neuer Gesang das Licht der Welt, der auch vom restlichen Gästeblock gut aufgenommen wurde. Auf dem Feld erwiesen sich die Freiburger zunächst als zuvorkommende Gastgeber, indem sie unseren Führungstreffer kurz vor Abpfiff einer ausgeglichenen ersten Hälfte per Eigentor einfach selber machten, allerdings musste unsere Mannschaft später leider doch noch den Ausgleichstreffer hinnehmen, so dass auch dieses Spiel mit einer Punkteteilung endete.
Unschön, aber kein Grund zum weinen, so wurde die Rückfahrt in unseren PKWs dank diverser belustigender Ereignisse beim zweiten Supermarktbesuch nach Abpfiff guter Laune angetreten.
Wieder mal eine schöne Auswärtsfahrt, wieder einmal seinen geliebten Hannoverschen Sportverein am anderen Ende des Landes unterstützt, wieder mal viel Zeit für allerlei Schabernack auf dem weiten Weg über Deutschlands Autobahnen. Andererseits wieder mal nur ein Punkt, typisch für diese Saison bisher dass wir unnötig Punkte gegen machbare Gegner liegen lassen. Aber sich darüber jetzt ernsthat zu beschweren wäre Meckern auf hohem Niveau, angesichts der zufriedenstellenden Tabellensituation und der näherern und ferneren Vergangenheit.
OH HSV ALÉ, OH HSV ALÉ, WIR WOLL’N EUCH SIEGEN SEHEN!!!

Hannover 96 – Hamburger Sport Verein // 1:1 // Niedersachsenstadion // 49 000

Im mal wieder ausverkauften Niedersachsenstadion hatten wir diesmal den kleinen hsv zu Gast. Als Punktelieferant ist dieser Verein eigentlich bei uns immer gerne gesehen, für einen Teil der Fans auch als “Freunde”. Dass die hochgelobte Fanfreundschaft so innig dann doch nicht war/ist, ist während der 90 Minuten durchaus auch zu spüren gewesen, dieses mal sorgten keine “Hamburg – Hannover – Bis in den Tod” (oder noch schlimmer: “Bielefeld”) – Rufe für Schulterzucken in unseren Reihen, und auch der Wechselgesang wurde ganz klassich mit der West und dem einfachen, aber vielsagenden Wortlaut “Hannover” zelebriert. Einzig die Rising Boys Hannover drückten mit einer kleineren optischen Aktion ihre nach wie vor innige Beziehung zu den Jungs und Mädels von Poptown Hamburg aus. Leider waren die Cheeseburger ohne Käse diesmal nicht wirklich als Punktelieferanten tätig, in einem eher öden Spiel benötigte Sechsundneunzig einen sauber geflankten und von Schlaudraff grandios verwandelten Eckstoß, um zumindest einen Punkt zu Hause zu lassen und den geneigten Fans was für die Augen zu geben. Der Gästeblock war scheinbar recht gut aufgelegt, Respekt an dieser Stelle für die beiden sehr ansehnlichen Pyroshows!
In unserer Kurve war zumindest die erste Halbzeit auch über dem Durchschnitt, richtig laut wurde es aber eigentlich auch nur als die Glöckchen, beziehungsweise die Schlüssel, klingelten.
Ansonsten ist noch erwähnenswert, dass unsere Nachwuchsgruppe, die Kamikaze Group, Spruchbänder für unseren bedauerlicherweise frischgebackenen Stadionverbotler und, bezugnehmend auf die Ursache des SVs, Pro Pyro präsentierte. Des weiteren gab es ein Spruchband für zwei weitere Neu-Stadionverbotler aus unserer Szene sowie ein “Gute Besserung nach Nürnberg”. Achja, und diejenigen, welche sich vor einiger Zeit von der Brigade Nord entfernten, hatten erstmals vermehrt eigenes Material in unserem Block am Start.
Nach dem Spiel ging es für uns nach Wunstorf, wo wir eine Soliparty organisierten, um die vom Verein an den erwischten Zündler gestellte Regressforderung in Höhe von 4000 € etwas weniger drastisch dastehen zu lassen. Mehr Besucher der Veranstaltung wären schön gewesen, Spaß hat es aber trotzdem gemacht. Wer dass Vorgehen eines Vereines beziehungsweise Vereinspräsidenten (für den die Summe von 4000 € gelinde gesagt lächerlich ist) gegen einen leidenschaftlichen Fan, welcher seid Jahren zu jedem Spiel fährt, auswärts oder Heim, ob als einer von 49 000 bei einem ausverkauften Heimspiel oder 10 000 beim Klassenerhalts-Spiel in Bochum, oder auch als einer von 300 unter der Woche in Karlsruhe oder gar Poltawa (und für den die Summe aufgrund seines kosten- und zeitaufwendigen Fanlebens unglaublich groß ist) ebenso dreist findet wie wir, wird hiermit aufgefordert dieses Vorgehen öffentlich zu problematisieren und eventuell sogar ein paar Euro am Stand der Brigade für den Betroffenen zu spenden.

VfL Wolfsburg – Hannover 96 // 4:1 // WOB Arena // 30.000

Hier der Bericht “schwarz auf weiß”
Im Vorfeld des Niedersachsenderbys gegen den hässlichgrün-weißen Feind aus der Schmutzstadt, die es nur wegen dem dortigen VW-Werk gibt, machten wir intern mächtig mobil. Denn auch wenn der Verein nach wie vor trotz Gewinn der Meisterschaft etc. keine Tradition vorweisen kann, ist nicht von der Hand zu weisen dass sich in der kleinen Stadt doch inzwischen so einiges an Gewaltpotential auf den Straßen rumtreibt, welches bei Spielen um die Vorherrschaft in dem Bundesland, dessen Hauptstadt wir stellen, im und ums Stadion anzutreffen ist.
Mit einem entsprechend großem und motivierten Mob, durchsetzt auch mit eher fußballfremden Männern, ging es auf den kurzen Weg im Zug nach WOB. Nach einer asozialen Hinfahrt wurde sich gesammelt, bevor leider unter Polizeibegleitung der Ultrá- und Hooliganmob zum Stadion marschierte. Dort angekommen bewahrheiten sich auch gleich alle Vorhersagen: Ein beachtlicher aggressiver Mob der Wölfe posierte unter lautem Gebrüll. Wir haben vergeblich versucht die Bullenkette umzuklatschen um dem Gegner seine Grenzen aufzuzeigen. Da dies leider nicht gelang und es zu keinem Kontakt mit den hunderte Meter entfernt posenden Wolfsburger Hooltra-Kampfmaschinen kam, muss sich leider eingestanden werden, dass der Punkt an die Gegner ging…
Das Spiel im Stadion wurde traditionell mit 1:4 verloren, wohl auch dadurch war die Stimmung seitens der Heimkurve so beeindruckend laut, dass selbst mit dem wie immer im Niedersachsenderby hochmotivierten zahlreichen Gästesupportern alle Bemühungen, von sich hören zu lassen, vergeblich waren.
Nach dem Spiel wollten die motivierten Heimfans uns dann endgültig den Rest geben, was durch mehrfaches Posen am Stadion und auf einer Autobrücke auf dem Rückweg zu deren wunderschönen Hauptbahnhof auch gelang. Abermals konnte nicht entschlossen genug zurückgepost werden, hier müssen wir uns echt fragen, ob der Auftritt der Landeshauptstadt würdig gewesen ist, ober ob wir den Titel nicht lieber gleich freiwillig abgeben!
Glücklicherweise ohne Verletzte, aber dafür mit gebrochener Ehre wurde die Rückfahrt nach Hannover angetreten…

FC Kopenhagen – Hannover 96 // 1:2 // 28.000 // Parken Stadion

Nach einigem Vorgeplänkel wie etwa den von vielen Roten ausserhalb des eigentlichen Gästebereich gebuchten Tickets, welche kurzerhand storniert wurden, ging es am frühen Donnerstag Morgen für den Brigade-Bus vom ZOB aus los in Richtung Dänemark. Wie zu erwarten, war bereits hier zu erkennen dass wir dort in der fremde bei weitem nicht die einzigen Unterstützer des Hannoverschen Sportvereins sein würden.
Der Negativhöhepunkt der abwechslungsreichen Hinfahrt, welche unter anderem über Wasser führte, war der angekündigte und eingerichtete Kontrollpunkt der Bundespolizei.
Gegen Mittag sind wir in Kopenhagen angekommen, und nachdem der Bus am Stadion geparkt wurde haben wir uns leicht zersplittert auf den Weg gemacht um die Stadt zu erkunden, wobei die obligatorischen Erinnerungsfotos an der “Kleinen Meerjungfrau” natürlich nicht fehlen durften. Alles in allem kann man sagen dass Kopenhagen schon eine recht ansehnliche Stadt ist, negativ fiel die Kälte auf, welche wiederum von der beeindruckenden Anzahl an 96-Fans ausgeglichen wurde.
Im Laufe des Nachmittags fanden auch wir uns beim großen Treffpunkt der Szene ein, wobei eine 15er Abordnung Brigadisten sich schon vor Beginn des Marsches wieder Richtung Stadion verabschieden musste, da wir noch eine Choreo aus Glitzerfähnchen im Gepäck hatten. Während die einen von uns also bereits dass noch leere Stadion begutachteten und in den schönsten Farben der Welt schmückten, ließ der Rest zusammen mit den anderen 96er_innen schon in der Stadt von sich hören und vor allem sehen, in Form der allen Kontrollen und Diffamierungen zum Trotz zahlreich mitgeführten Pyrotechnik.
Als irgendwann dann alle im Stadion angekommen waren, und mit einem Staunen die schier unglaubliche Nähe zum Spielfeld zur Kenntnis genommen hatten, stieg die Vorfreude und die Anspannung auf das bevorstehende Spiel. Ein mit dem C-Oberrang angestimmter Hannover-Wechselgesang in ohrenbetäubender Lautstärke ließ hierbei für die stimmliche Unterstützung durch die rund 10.000 mitgereisten 96-Fans großartiges erwarten, doch leider konnten sich die Erwartungen nicht ansatzweise erfüllen und das Potenzial dieser Fanmassen nicht ansatzweise genutzt werden. Da fragt man sich echt warum so mancher sich überhaupt auf den (zugegebenermaßen nicht besonders weiten) Weg gemacht hat. Saufen und Fussball gucken kann man angeblich auch in Hannover und Umland ganz gut…
Aber damit genug der schlechten Laune. Zum bejubelten Einlaufen der Mannschaften waren unsere Choreofahnen (noch, wie schon so einige Minuten zuvor) in der Luft und ließen die Farben unseres Vereins im Glanze der Flutlichter erstrahlen. Erstrahlen taten ausserdem zahlreiche Bengalos und Blinker, welche das Bild gelungen abrundeten und endgültig Europapokalatmosphäre in die Hintertortribüne zauberten.
Dass dabei ein Bengalo aus einem Ultrá-fernen Bereich (Oberrang West) Richtung Spielfeld geworfen wurde störte das kontrollierte Bild, wurde allerdings auch umgehend mit Pfiffen der anderen 96er_innen quittiert. Leute, welche dem selben Verein verfallen sind dagegen bei der Polizei zu verpfeifen, ist eine Unsitte die sich nicht einbürgern sollte…
Das Spiel hatte in der ersten Halbzeit nicht viel zu bieten, so ging es dann auch mit 0:0 in die Pause, bevor die Teams zu einer aufregenden zweiten Halbzeit antraten. Hierbei musste unsereiner erst mal den Rückstand in der 67. Spielminute hinnehmen. Darauf folgte allerdings eine Gala der Roten auf dem Feld, welcher durch zwei Tore vor der Gästekurve, durch die das Spiel gedreht und entschieden wurde, die Krone aufgesetzt wurde. Zunächst war Schlaudraff erfolgreich, der zum Ausgleich einnetzte, bevor wenige Minuten später Stindl mit einer technischen Meisterleistung den Tor-des-Monats-verdächtigen Führungstreffer in die Maschen hämmerte. Das ist Fussball wie er sein soll, das ist was wir alle lieben, und wohl jeder von uns verspürte in dem Moment eine solche Dankbarkeit für die Männer auf dem Rasen, die uns solche Augenblicke des Glücks mit unserem Verein ermöglichen. Und das alles auf europäischer Bühne, im Ausland!
Fortan war die Stimmung natürlich euphorisch, das Pyro leider dagegen inzwischen aufgebraucht, aber auch so wurde noch lange nach Schlusspfiff in den Gästeblöcken gefeiert.
Nach der Rückkehr in Hannover konnten ungewohnterweise unproblematisch die Öffis zum Heimweg genutzt werden, da es bereits morgens war. Und auch wer, wie ich, beispielweise eine Klausur für sein Studium hat ausfallen lassen müssen, bereut mal wieder keine Sekunde seinen Verein begleitet zu haben. HSV!

Borussia Mönchengladbach – Hannover 96 // 2:1 // 51.036 // Borussia-Park

Die Anreise wurde mit dem Zug durchs Land und dann mit dem geliebten Bustransfer übers Land hinter sich gebracht. Immer wieder scheiße, die Tour. Im Block wurde sich wie gewohnt hinter unserer Fahne positioniert und das Material verteilt, was auch ein recht ordentliches Bild abgab. Der Support dagegen konnte mal wieder nicht wirklich überzeugen, auch wenn es ein paar stärkere Momente gab.
Unter anderem wurde wieder mal zumeist zu schnell gesungen. Auch sollte vielleicht in Zukunft (wieder) verstärkt versucht werden mit schönen melodischen Dauergesängen als mit dann aufgrund fehlender Mitmachbereitschaft des anscheinend schnell erfolgsverwöhnten Hannoverschen Publikums doch nicht so lauten Schlachtrufen Stimmung zu erzeugen. Vielleicht kann dann ja der Spaß an der Anfeuerung in Hannover wieder angeheizt werden. Das Spiel ging mit 1:2 verloren, aber das darf einfach keine Ausrede dafür sein, dass der Auftritt des Gästeblocks mal wieder so viel Luft nach oben ließ wie der Martin in seinem Kopf zu haben scheint. Bleibt wohl nur zu hoffen dass Spieler und Fans sich irgendwie nur unbewusst für Kopenhagen am Donnerstag geschont haben und dort in der Fremde einen erinnerungswürdigen Auftritt hinlegen.

Hannover 96 – FSV Mainz 05 DFB Pokal // 0:1 n.V. // 30100 // Niedersachsenstadion

Zweite Pokalrunde hieß es an diesem Abend im Niedersachsenstadion und damit gleichzeitig die zweite Englische Woche in Folge. Das 96 in der zweiten Runde dabei ist, ist ja bekanntlich leider keine Selbstverständlichkeit mehr, betrachtet man die letzten 2 Spielzeiten, so war das letzte Zweitrunden Spiel in Schalke im Jahr 2008. Noch länger müssen wir zurückblicken wenn wir an das letzte Pokal Heimspiel zurückdenken dies war im Jahr 2006 gegen den MSV Duisburg. Doch trotz der langen Heimspiel Pause lockte dieses Spiel nicht gerade die Massen ins Stadion was sich an den gerade mal 30.000 ZuscherInnen klar zeigte. Ob dies an der vergleichsweise frühen Anstosszeit für ein Wochenspiel, oder an der Tatsache das dies das bereits das dritte Heimspiel in Folge war lag, wird man wohl nie erklären können. Für uns als Ultras spielt so was glücklicherweise keine Rolle. Unser Intro am heutigen Abend bestand aus der FARE Choreo die eigentlich für das München Spiel geplant war aber aufgrund der Vorfälle im Oberrang auf heute Verschoben wurde. Dazu gab es Ein Spruchband in der Mitte des Blocks mit der Aufschrift “All different All the Same” und dazu unten Am aun United by the Love of the Game. Dazu gab es einen Fussball mit einem Herz auf Pappe. Im Oberrang konnte man das “Ergebnis” der Ereignisse vom Sonntag auf einem Spruchband lesen. Auf den Rängen versteht sich. Nun zum Spiel wo man gleich merkte das die Kraft nach 3 Spielen innerhalb weniger doch ein bisschen weg zu sein schien. Mainz war alles in allem die bessere Mannschaft konnte aber trotzdem nicht die Führung erzielen, so war die logische Folge die Verlängerung. Dort schoss Mainz zu alle Unglück das 0:1 was dann doch für reichlich Frust sorgte. Zu allem Überfluss verschoss YA Konan noch einen Elfmeter in der allerletzten Minute der Verlängerung. Genau wie das Spiel war auch die Stimmung nicht das Gelbe vom Ei. Selten laut aber dafür wieder häufig zu schnell. Ein Dauerproblem in unserer Szene Auch in den eigenen Reihen muss man Kritik üben. Sich über das bevorstehende Ausscheiden lustig zu machen obwohl dies anderen Personen doch deutlich nahe geht, dazu noch mit irgendeinem geklauten Text einer anderen Szene ist leider sehr peinlich und beschämend. Sowas sollte man in Zukunft unterlassen und entweder gar nicht oder vernünftig singen. So ist als Fazit festzuhalten das der Pokal auch in dieser Saison nicht unser Wettbewerb ist.