Nächstes Spiel: 14.11.08 | 13.Spieltag | Hannover 96 - VfL Bochum

1.FC KÖLN - H96 | 2:1 | 12

12.11.2008

Als dritter und letzter Aufsteiger lud in dieser Sasion der FC aus der Domstadt. Trotz Freitagspiel, fanden sich überraschend viele Hannoveraner im Gästeblock ein und auch der der Oberrang war gut bestückt mit Fans aus Hannover. Unglücklicherweise trafen wir erst kurz nach Anpfiff im Stadion ein und verbrachten die erste Zeit gezwungenermaßen damit unser Material aufzubauen. Nachdem alles halbwegs fertig war konnte es endlich los gehen und von nun an war dauerhaft eine satte Anzahl von Fahnen in der Luft, was ein sehr geniales Bild abgab. Auch sonst wurde gut Gas gegeben und die komplette erste Hälfte durch gesungen, gepogt und gehüpft. Auch unsere Mannschaft ließ sich nicht lange bitten und nach einer guten Viertelstunde führte unser HSV bereits durch ein Tor von Schlaudraff. Doch dies war wohl zu viel des Guten und so konnten die Kölner kurz vor dem Pausenpfiff den Ausgleich erzielen.
Nach Wiederanpfiff kam es dann auch im Block zu unschönen Szenen, als der Ordnungsdienst versuchte einen Hannoveraner aus dem Block abzuführen. Jedoch hatten sie nicht mit einem derartigen Zusammenhalt gerechnet, der nicht nur dafür sorgte, dass die betreffende Person "zurückgeholt" wurde, sondern auch in der folgenden Auseinandersetzung mit den Ordnern keine Ingewahrsamnahmen zu verzeichnen waren. Sehr gut gelaufen!
Leider zeigten unsere Elf Spieler auf dem Feld keine ganz so couragierte Leistung und so musste in Minute 71 zähneknirschend das zweite Kölner Tor verkraftet werden. Auch die Stimmung wollte erst gegen Ende wieder so richtig in Gang kommen, doch half dies nicht mehr viel und der erste Auswärtssieg in der laufenden Meisterschaft bleibt uns weiterhin verwehrt.

H96 - HAMBURGER SV | 3:0 | 11

07.11.2008

In der Reihe der sogenannten „Nordderbies“, gab sich nach Bremen diese Woche der Hamburger Sportverein die Ehre. Trotz einem enttäuschendem Tabellenplatz fanden sich wieder 49.000 Zuschauer im Niedersachsenstadion ein und sahen eine Heimmannschaft, die mit einer Stärke aufspielte, wie seit Langem nicht mehr. Schon nach fünf Minuten konnte sich Bastian Schulz den Stellungsfehler des Hamburger Keepers zu nutze machen und die Führung erzielen. Eine Viertelstunde später legte Schlaudraff zum 2:0 Pausenstand nach. Auch nach dem Seitenwechsel blieb UNSER HSV der stärkere am heutigen Tag und konnte mit Stajners Treffer zum 3:0, den Sack endgültig zu machen.
Bei einer derartigen Leistung, ließ sich auch unsere Nordkurve nicht lange bitten und zeigte sich heute stimmungsmäßig von einer ihrer besseren Seiten, trotz eines kleinen Durchhängers zu Beginn der Partie. Positiv ist hierbei, dass sich immer mehr Leute im Unterrang an uns orientieren zu scheinen, was den Stimmungskern in unserem Block in den letzten Spielen vergrößerte. Weiter so!
SpiritNord #78

HERTHA BSC BERLIN - H96 | 3:0 | 10

30.10.2008

Die erste englische Woche der Saison, brachte uns eine Reise in die Hauptstadt ein. Erwartungsgemäß waren im Gästeblock recht große Lücken auszumachen, da zwar viele zum Spiel gewollt hätten, aber es nur für wenige machbar war.
Unverständlicherweise zog es die breite Masse mal wieder vor sich, im ganzen Block verteilt und vollkommen stillschweigend, auf das bloße Gucken des Spiels zu versteifen. Nicht mal bei den gängigen Gesängen wurde eine wirklich befriedigende Lautstärke erzielt. Somit blieb es den gut 80 bis 100 üblichen Gestalten vorbehalten, unsere Mannschaft alleine nach vorne zu singen. Zwar konnte der Stimmungshaufen von Zeit zu Zeit gut Alarm machen, aber wirklich durchschlagend, war das heute alles nicht. Einzig und allein der Fahnen- und Materialeinsatz war gut.
Ein Grund mit für die eher mittelmäßige Stimmung, ist sicherlich auch das Spiel, das 90 Minuten recht ereignislos vor sich hin plätscherte. Großchancen für unseren HSV waren eher selten der Fall. Erst nach dem ersten Gegentor, war wirkliches Aufbäumen von unseren 11 Spielern zu erkennen. Die aufkeimende Hoffnung, wurde jedoch fünf Minuten vor Schluss mit dem zweiten Treffer der Berliner im Keim erstickt und mit der 3:0-Entscheidung in der Nachspielzeit komplett begraben.
Resignation pur! Doch unsere Mannschaft setzte noch einen drauf und war nicht mal so couragiert, sich den eigenen Fans nach Abpfiff auf mehr als 50 Meter zu nähern. Einzige Ausnahme bildete Torhüter Fromlowitz, der sogar sein Trikot in die Menge schmiss.
Was uns sonst noch vom Tage blieb, war die tröstende Erkenntnis, dass nicht nur in Hannover die normalen Tribünenzuschauer feiern, wenn auf der Anzeigetafel berichtet wird, dass der FC Bayern in Rückstand liegt.

H96 - SV WERDER BREMEN | 1:1 | 9

29.10.2008

Zum zweiten Heimspiel in Folge war der Nachbar aus dem Norden zu Gast und nach der herben 2:5 Klatsche gegen Aufsteiger Hoffenheim eine Woche zuvor durfte man wohl heute nicht allzu optimistisch sein, was einen Heimsieg anging. Nichtsdestotrotz war unser Niedersachsenstadion heute mal wieder bis auf den letzten Platz ausverkauft, wenn gleich wohl auch ein großer Teil der Karten in Bremen über den Tisch ging. So waren nicht nur weite Teile der Südtribüne in grün-weißer Hand, sondern auch auf der West hatte sich eine satte Anzahl an Werderanern nieder gelassen. Zumindest unsere Nordkurve blieb vom regelrechten Ansturm der Gästefans verschont.
Bereits nach neun Minuten konnte Schulz die überraschende Führung für unseren HSV erzielen. Unglücklicherweise konnte Werder noch vor der Halbzeitpause den Ausgleich erzielen. Doch anstatt mit allen Mitteln zu versuchen diesen Punkt zu retten, setzte unsere Mannschaft gegen Ende der Partie zu einer überragenden Schlussoffensive an, die leider nicht mit einem Treffer belohnt wurde und so teilten sich beide Teams die Punkte.
Für ein Heimspiel war die Stimmung heute sehr annehmbar, allerdings drängt sich die Frage auf, warum aus vielen Ecken zu hören ist, dass die Spiele gegen Bremen weder einen adäquaten Derbyersatz liefern noch allzu ernst genommen würden, aber gleichzeitig heute viele Lieder durch Anti-Werder-Schlachtrufe unterbrochen wurden...
SpiritNord #77

H96 - TSG 1899 HOFFENHEIM | 2:5 | 8

24.10.2008

Endlich  war mal wieder eine Choreographie im Unterrang angesagt, mit der unser treuster Spieler, Aufstiegsheld und Fanliebling, Altin Lala, seine längst überfällige Huldigung erfahren sollte.
Sicherlich gab es in der Durchführung ein paar Schönheitsfehler zu bemängeln, doch im Großen und Ganzen verlief alles ganz zufrieden stellend. Leider bekam unsere Nummer 8 nicht die Chancen sich spielerisch zu revanchieren, trotzdem gab es im Laufe des Spiels ein paar Mal Gesänge zu seinen Ehren. Dazu wurden heute nochmal sämtliche optischen Utensilien mit seinem Konterfei beziehungsweise Namen heraus gekramt und während des Spiels eingesetzt.
Ansonsten war die Stimmung heute einmal wieder Heimspielstandard, wobei es nach der zwischenzeitlichen 2:1-Führung durchaus kurzfristige Ausreißer nach oben gab. Im eigentlichen Gästeblock war Hannoveraner Normalpublikum anzutreffen, da Hoffenheim im Vorfeld große Teile des Kartenkontingents zurück geschickt hatte und die TSG-Fans im Nebenblock untergebracht wurden.
Zum Spielerischen ließ sich nicht viel Positives sagen, zwar schlug sich unser HSV ganz ordentlich, brach aber nach dem 2:2 auf der ganzen Linie ein und auch der Platzverweis für Bruggink war ein weiterer Tiefpunkt. Allerdings fiel am Ende die Niederlage mit 5 Gegentreffern entschieden zu hoch aus.
SpiritNord #76

BORUSSIA DORTMUND - H96 | 1:1 | 7

07.10.2008

Der Tross machte sich an diesem grauen Sonntagnachmittag, ausnahmsweise mal per Sonderzug, auf den Weg. Der Hinweg verlief ereignislos und einige Zeit vor Anpfiff betraten wir das Westfalenstadion. Da der Ordnungsdienst hier glücklicherweise nicht so am Rad dreht wie anderswo, wenn es um Material geht, gelangte selbiges auch ausnahmslos in den Block. Optisch wurde dadurch im Gästeblock sowohl zum Intro als auch in den folgenden neunzig Minuten ein sehr schönes Bild abgegeben. Nach dem Dortmunder Führungstreffer reichte es am Ende für ein 1:1. Aber immerhin der erste Auswärtspunkt der Saison überhaupt und allemal besser als eine haushohe Klatsche wie noch knapp zwei Wochen zuvor in Leverkusen. In Hälfte zwei konnte stimmungtechnisch leider nicht an die gute Leistung der ersten Halbzeit angeknüpft werden und es gab nur noch kurze Gesänge zu hören.

H96 - FC BAYERN MÜNCHEN | 1:0 | 6

03.10.2008

Wunder gibt es immer wieder! So oder so ähnlich könnte man die Partie gegen den FC Bayern beschreiben, doch fangen wir von vorne an. Unser Team befand sich seit Wochen auf sportlicher Talfahrt, die Verletztenliste war in den vergangenen Tagen und Wochen länger und länger geworden und die Zeiten in denen man gegen den Rekordmeister hin und wieder ein paar Pünktchen einheimsen konnte schienen vorbei. Nichtsdestotrotz war unser Niedersachsenstadion wieder rappelvoll ausverkauft, obwohl nur die wenigsten ernsthaft einen Sieg erwartet haben werden. Doch genau in solchen Zeiten braucht unsere Mannschaft mehr Unterstützung als sowieso schon. Deshalb kramten wir zum Intro sämtliche Fahnen und Fähnchen, die sich in unserem Besitz befinden, hervor. Sie wurden recht gut angenommen und so gab unser Block in den 90 Minuten ein recht schönes Bild ab. An dieser Stelle wollen wir an euch appellieren ruhig selbst Fahnen mitzubringen und somit das Kurvenbild ein wenig zu verschönern.
Unsere elf Mann auf dem Platz zogen auch mit und anstatt der erwarteten, frühen Gegentore, schaffte es Huszti mit einem wunderschönen Freistoßtreffer 96 in Führung zu bringen. Die auch bis zu Ende der Begegnung bestand hatte, da die Münchner es nicht schafften das Spiel zu kontrollieren. Auch wenn die Sekunden gegen Ende der Partie scheinbar wie Stunden verstrichen und jeder irgendwann nur noch dem Abpfiff entgegen fieberte, war die Stimmung alles in allem für ein Heimspiel doch recht annehmbar, was natürlich auch an der Leistung unseres Teams lag.
SpiritNord #75

FC SCHALKE 04 - H96 | 2:0 | DFB-POKAL 2.RUNDE

25.09.2008

Nach den ersten durchwachsenen Spielen in der Liga ging es nun endlich mal wieder nach Gelsenkirchen. Mit einer Mannschaft, die aufgrund von vielen Verletzungen und Ausfällen eher unseren Amateuren glich, machten wir uns auf einen Dienstagabend inkl. Scheißwetter auf den Weg, und dass, obwohl wir erst einen Sieg nach dem Wiederaufstieg dort einfahren konnten. "Boah", werdet ihr jetzt denken, "wieso fahren diese Idioten überhaupt hin? Wer so pessimistisch denkt, kann doch gleich zu Hause bleiben!" Doch im Pokal gibt es ja die ein oder andere Überraschung...
Nach einer ereignislosen Hinfahrt erreichte man zeitig das Stadion und stieß auf ungewohnt gut gelaunte Ordner. Ohne schwerwiegende Probleme (ganz ohne ging es natürlich nicht) ging es somit in den Block.
Nach ca. einer Stunde mit hässlichen Publikumsspielen, ohrenbetäubender Musik und "Fans", die sich wie Roboter zu den Anweisungen des Stadionsprechers bewegten, ging nun endlich das Spiel los. Wie erwartet zog bei den Gesängen lediglich der Ultrà-Haufen mit, dieser konnte dafür in Halbzeit eins recht gut rüberkommen. Der Block war reichlich mit Zaunfahnen eingedeckt und ein paar Schwenkfahnen sorgten für ein recht ansehnliches Bild.
Zur Halbzeitpause stand es noch 0:0. Viele hofften auf Verlängerung und Elfmeterschießen, denn an einen Sieg über die reguläre Spielzeit haben zu diesem Moment nur die wenigsten gedacht. Unsere Mannschaft spielte bis zu diesem Zeitpunkt sehr gut und hielt gegen die Schalker Stand, doch nach vorne ging nur wenig. Die zwei noch unerfahrenen Spieler Hermann und Rausch konnten dafür in der Verteidigung sehr überzeugen, Kompliment!
Nach der Pause ging es weiter wie erwartet, die Spieler schienen zwar gewillt das Ergebnis über die Zeit zu retten, allerdings ließ sich gegen die Schalker nicht viel ausrichten und somit war das Spiel nach dem 2:0 entschieden, da sich unsere Spieler gefühlte Null mal in der gegnerischen Hälfte befanden.
Die Gesänge passten sich dem Spielgeschehen an, zu Anfang wurden teilweise ansehnliche Lieder gesungen, allerdings folgten ab Minute 70 lediglich kurze HSV-Rufe und die üblichen langweiligen Sachen. Zum Schluss hin verloren die meisten die Motivation und es wurde nichts mehr gemacht. Trotzdem hatte sich die Mannschaft ihren Applaus verdient, da sie über weite Strecken dem momentanen Tabellenführer viel entgegensetzen konnten.
Das Stadion wurde zum Schluss verlassen und wir konnten zügig nach Hause fahren, um am nächsten Tag die Schule zu schwänzen oder halbtot zur Arbeit zu gehen.
Trotzdem hat es sich wie immer gelohnt!

BAYER 04 LEVERKUSEN - H96 | 4:0 | 5

23.09.2008

Beflügelt vom 5:1-Heimerfolg fünf Tage zuvor machte sich der 96-Tross an diesem Freitagabend auf den Weg ins Rheinland zum Gastspiel in Leverkusen. Der Stimmungsmob kam auf seine gewohnte Größe, während sich der Rest im Block verteilte.
Spielerisch blieb unser HSV heute überaus schwach. Allen Grippeschwächungen und verletzungsbedingten Ausfällen zum Trotz, solch eine emotionslose Leistung hatte unser Team lange nicht abgeliefert. Bereits nach 20 Minuten hatte Bayer zwei Tore erzielt, bei denen unsere Abwehr nur Spalier stand. Wirkliche Torchancen gab es für unsere Mannschaft nicht, lieber wurde mit 11 Mann im eigenen Strafraum gestanden und weiterhin den Gastgebern beim Vergeben von Riesenchancen zugeschaut. Man kann von Glück reden, dass die Klatsche nicht noch herber ausfiel.
Unabhängig davon wurde in Hälfte zwei mit einem neuen Lied 45 Minuten durchgehend am Rad gedreht und ein guter Tifo hingelegt, auch bei Gegentoren wurde unbeirrt weiter gesungen und nie aufgegeben. Doch nicht mal nach Abpfiff nahmen sich die Spieler ein Herz und kamen nur in die Nähe des Gästeblocks. So wurde mit der Frage im Hinterkopf, wie man eine Woche später gegen Bayern München auftreten würde, der düstere Heimweg angetreten.

H96 - BORUSSIA M’GLADBACH | 5:1 | 4

19.09.2008

Die anfängliche Hoffnung, dass es gegen einen Aufsteiger doch irgendwie schon klappen müsse, ging jedoch schon nach einer halben Stunde in den Keller, nachdem Huszti einen Strafstoß mit solch einer Mut- und Leidenschaftslosigkeit verschoss, dass es einem die Sprache verschlug. Doch nun schien der Ehrgeiz bei dem jungen Ungarn geweckt worden zu sein, denn bereits vier Minuten nach seinem Patzer, erzielte er mit einem sauberen Linksschuss die 1:0-Führung für unseren HSV. Kurz vor der Halbzeit konnte Schlaudraff mit einem gekonnten Lupfer den Borussen-Keeper erneut überwinden. Und genauso ging es nach der Pause weiter. Der Borussia flogen die Bälle nur so um die Ohren, bis am Ende ein satter 5:1 Heimerfolg stand. So muss Frustbewältigung aussehen!
Natürlich war die Stimmung in der Nordkurve dementsprechend, jedoch merkte man leider schon phasenweise, besonders nach dem Gegentreffer, wie spielabhängig die Bereitschaft zum Singen bei vielen noch ist. Dies MUSS sich einfach ändern!
Infoheft: SpiritNord #74

VFB STUTTGART - H96 | 2:0 | 3

05.09.2008

Am Sonntagabend fanden sich ungefähr 500 Hannoveraner im Gästeblock ein. Traurigerweise herrschte heute ein wenig Picknickatmosphäre, da es viele vorzogen sich im Block verstreut hinzusetzen. Einzig ein kleiner Haufen in der Mitte des Blocks konnte stimmungsmäßig auf sich aufmerksam, doch hierbei fehlte einfach die Durchschlagskraft aufgrund der fehlenden Masse. Hinzu kam, dass sich unsere Elf wieder nicht sonderlich mit Ruhm bekleckerte und gute Chancen einfach vergab. Keine 20 Minuten dauerte es bis die Schwaben den ersten Treffer erzielten und von da an kontrollierten diese die Partie nach Belieben und konnten noch vor der Halbzeitpause per Elfmeter zum Endstand treffen.
Ohne Aufbäumen gab sich unser Team geschlagen und spielte ideenlos vor sich hin. Ab der 80.Spielminute wurde dann jegliche Unterstützung auf den Rängen eingestellt. Solch eine leidenschaftslos agierende Mannschaft hatte es einfach nicht verdient.

H96 - FC ENERGIE COTTBUS | 0:0 | 2

24.08.2008

Nach der spielerisch mageren Vorstellung unserer Elf eine Woche zuvor war die Erwartungshaltung sehr hoch. Doch was in den 90 verregneten Minuten auf dem Rasen unseres Niedersachsenstadions stattfand, ließ ernsthafte Zweifel aufkommen, ob sich 96 diese Saison überhaupt in der Nähe der einstelligen Tabellenplätze aufhalten wird. Vorhandene Chancen wurden wie am Fließband vergeben und zeitweise geriet unsere Abwehr gegen den Sturm der Gäste regelrecht ins Schwimmen. Auch der Platzverweis in der 84. Spielminute gegen den Energie-Spieler Ziebig konnte niemanden mehr beflügeln.
Ein ähnliches Bild bot heute die Nordkurve. Zwar war die Stimmung nicht schlechter als sonst, aber gerade für ein Freitagabendspiel, die meist sehr viel emotionsgeladender sind, als die Begegnungen am Wochenende, war unsere Leistung auf keinen Fall befriedigend. Einzig und allein der neue Wechselgesang zwischen Ober- und Unterrang konnte wirklich begeistern. Aber verglichen mit den Leistungen bei den Kicks in Halle und gegen Schalke, war das heute zeitweise doch schon bitter.
Infoheft: SpiritNord #73

FC SCHALKE 04 - H96 | 3:0 | 1

18.08.2008

Halle, zweiter Teil. Nachdem uns am vorangegangenen Wochenende das Pokallos bereits in die Stadt Halle geführt hatte, ging es wieder nach Halle, nämlich der in Gelsenkirchen. Wie beim letzten Gastspiel von 96 dort, vor gut drei Monaten, kam man zeitig an und konnte sich schonmal einigermaßen warm singen. Die dabei erzielte Lautstärke, konnte sich schon durchaus sehen beziehungsweise hören lassen und machte Lust auf mehr. Dazu kam, dass die Zaunfahnen im Block befestigt wurden, was dafür sorgte, dass der Ultrà-Haufen sehr kompakt und geschlossen stand.
Davon hätte sich unsere Mannschaft durchaus mal eine Scheibe abschneiden können. Bereits nach der ersten Ecke der Gastgeber musste Enke das erste Mal hinter sich greifen. fünf Minuten später konnte Schalke die Führung ausbauen und damit war der Käse sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen fürs Erste gegessen. So hatte man sich den Saisonstart auf gar keinen Fall vorgestellt. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs herrschte im Gästeblock wieder annehmbare Lautstärke.
In den zweiten 45 Minuten drehte der untere Teil des Gästeblocks komplett durch wie selten zuvor. Fahnen, Schals, Becher und Menschen flogen wild herum, während die ersten 30 Minuten ein einziges Lied durchgesungen wurde. Auch der dritte Schalker Treffer, konnte am kollektiven Ausrasten nichts mehr ändern. Dass fast ausschließlich neuere Lieder während dieser Zeit zum Einsatz kamen, setzte dem Ganzen dann noch die sprichwörtliche Krone auf. Und auch das gemeine Schalker Publikum schien mehr Interesse an dem Treiben in unserem Block zu entwickeln, als an dem Geschehen auf dem Rasen. Zumindest richteten sich im Verlauf der zweiten Hälfte immer mehr Blicke in unsere Richtung. Während nach dem Abpfiff nicht wenige in unseren Reihen mindestens genauso durchgeschwitzt waren, wie unser Team auf dem Rasen, blieb die Heimkurve heute recht blaß, was wohl auch der momentanen Situation der Schalker Fanszene geschuldet ist, die immer noch sehr mit Repressionen und Medienhetzte zu kämpfen hat.
Nach einer etwas chaotischen Rückfahrt mittels S-Bahn, Regionalexpress und ICE, schlug man um halb zwölf wieder in Hannover auf.

HALLESCHER FC - H96 | 0:5 | DFB-POKAL 1.RUNDE

15.08.2008

Nachdem es für unseren HSV bereits vor zwei Jahren zur ersten Pokalrunde nach Dresden ging, führte uns die heutige Reise erneut in den Osten Deutschlands, dieses Mal nach Halle. Die rund 1.500 anwesenden Hannoveraner traten die Reise zum Großteil per Zug an, sodass der Weg vom Bahnhof zum Stadion im geschlossenen Corteo zurück gelegt werden konnte. Aufgrund der gerade einmal zwei geöffneten Eingänge, trudelte ein Teil der Gästefans erst nach Anpfiff im Block ein. Als dann mehr oder weniger alle im Block waren, wurde stimmungsmäßig zwar ganz gut Alarm gemacht, aber ganz ausgeschöpft wurde das Potential leider nicht. Auch unsere Mannschaft schien sich erst noch finden zu müssen und konnte in Durchgang eins gerade einmal "nur" einen Treffer erzielen.
Mit Beginn der zweiten 45 Minuten jedoch, begannen dem HFC-Torhüter Horvat die Bälle nur so um die Ohren zu fliegen und auch der Gästebock zeigte sich, wie schon in Hälfte eins, von seiner besseren Seite. Pogos, Arm- und Fausteinsatz, Hüpfeinlagen, ein wenig Pyro, Schalparaden und ordentlich Material. Bei soviel Spaß auf unserer Seite schienen die Heimfans, die heute recht enttäuschend agierten wohl etwas neidisch zu werden und so überwanden gut 2 Dutzend HFC'ler nebst ihren Leipziger und Erfurter Freunden die Gegengerade, um am Gästeblock "Hallo" zu sagen. Aber außer einigen Wurfgeschoßen, blieb es auf beiden Seiten bei dem üblichen Gepose und Gepöbel und als sich die Polizei dann auch bequemte einzugreifen war wieder Ruhe im Karton.
Nach einer kurzen Spielunterbrechung erzielte Bruggink zum Abschluss in Minute 86 noch das 5:0. Unter Polizeischutz wurde dann der ereignislose Rückweg angetreten.

4. ANTIRASSISMUS-TURNIER

19.06.2008

Am Samstag den 14. Juni fand zum vierten Mal das antirassistische Fußballturnier des Arbeitskreis “96-Fans gegen Rassismus” statt. Wie schon im letzten Jahr konnte als Austragungsort die Mehrkampfanlage in der Nähe des Niedersachsenstadions genutzt werden. Neben Mannschaften aus der Fanszene von 96 und weiteren Teams aus Hannover und Umgebung, konnten auch Gäste aus Hamburg, Saarbrücken und Heerenveen begrüßt werden.
Gespielt wurde auf zwei kleine Felder. Da es bei diesem Turnier vordergründig darum ging ein Zeichen zu setzten und nicht um sportlichen Erfolg, wurde erneut auf Schiedsrichter verzichtet. Neben einer Menge guter Musik, einer Salatbar, Gegrilltem und Getränken zu fairen Preisen, gab es in der 2-stündigen Turnierpause nach der Vorrunde einen sehr interessanten Vortrag zum Thema Rassismus. Außerdem konnte sich jeder Teilnehmer und auch die zahlreichen Besucher auf Infotafeln über die Arbeit des AKs und anderer teilnehmender Gruppen informieren. Da zu einem guten Fußballspiel natürlich auch ein guter Rahmen gehört, kam es auch zu ausgiebigem (und ausnahmsweise auch erwünschten) Einsatz von Pyrotechnik.
Glücklicherweise zeigte sich auch das Wetter von seiner besseren Seite und der anfängliche Regen machte sehr bald der Sonne Platz.
Im Finale bezwang die "Blaue Armee Fraktion" aus Hamburg den Vorjahressieger "Commando 23. Mai".
In der anschließenden Feier im Fanhaus fand der Tag dann in den frühen Morgenstunden seinen gelungenen Abschluss.