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Bremen gegen 96. Dieses Spiel ruft derzeit in Teilen der beiden Fanszenen so viele Emotionen hervor, wie seit
der Zeit der geknackten Internet Foren, Graffitianschlägen und co. nicht mehr. Der Grund: ein abhanden gekommenes Stück Stoff. Und wie es schon im „Movimento Ultras“ der Schickeria geschrieben steht, müssen sich
Ultras in dem Fall richtig heftig hassen (noch mehr als ohnehin schon) und sich gegenseitig den Schädel einhauen, oder dies zumindest einigermaßen glaubhaft versuchen. So geschehen in Achim vor einer Woche. Aus
diesem Grund durfte einen auch das massive Polizeiaufgebot nicht wirklich überraschen, was bereits im hannoverschen Hauptbahnhof alle Zugreisenden nach Bremen einer Personalienkontrolle unterzog. Übertrieben oder
nicht sei mal dahin gestellt. In Bremen selbst gibt es ja schon seit einiger Zeit das Verbot von „Fanmärschen“ zum Weserstadion, weshalb Gästefans mit Shuttlebussen zum Stadion gekarrt werden, ohne somit die Stadt
unsicher machen zu können. Machte uns natürlich überhaupt nichts aus, schließlich verbringen wir ohnehin den Großteil unserer Freizeit in Bremen um zu fetten Beats zu stampfen, dass weiß ja jedes Kind. In Bremen ist
dieses Verbot der Corteos mittlerweile ein echtes Politikum und es wäre schön, wenn sich auch dort ein ähnlich fanfreundliches Konzept durchsetzen würde, wie es in Hannover bereits seit einigen Jahren Praxis ist.
Im Weserstadion durfte heute erstmalig der neue Gästeblock betreten werden, welcher durch die Lage unterm Stadiondach mit einer guten Akustik aufwarten kann, jedoch zugleich sehr beengt wirkt. Auf den Rängen gab
es neben dem oben angesprochenen Stück Stoff, nach dem Führungstor der Roten in allen Ecken des Gästeblocks größere und kleinere Mengen an Pyrotechnik zu bewundern. Die Stimmung war in Ordnung, ohne zu begeistern.
Richtig laut wurde es wieder mal nur nach dem Tor und bei Antigesängen. Manche Dinge ändern sich in Bremen also auch im neuen Gästeblock nicht. Auf dem grünen Rasen konnte 96 die Führung leider nicht verteidigen und
so hieß es am Ende 1:1, ein durchaus gerechtes Unentschieden. In der ebenfalls neu gestalteten Bremer Ostkurve gab es heute nichts Außergewöhnliches zu beobachten, mit Ausnahme vielleicht eines Spruchbandes,
welches nochmal auf den großen Naziaufmarsch in Dresden am kommenden Wochenende hinwies.
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Wieder einmal Heimspiel gegen die Konkurenz aus Niedersachsen. Wiedereinmal vermeintliche Derbytime gegen die
eigentlich nicht wirklich beachtenswerten Wolfsburger_innen. Wir trafen uns vor dem Spiel, gingen gemeinsam Frühstücken, tranken ein paar Bierchen und hörten uns von unserem Amas-Anhang die Geschichte vom
Tänzchen mit ein paar Anhänger_innen aus der freien Hansestadt vom Vortag an. Auf dem Weg zum Niedersachsenstadion machten wir noch einen kleinen Abstecher durch die Innenstadt und begutachteten die Kandidaten für
ein "Bauer sucht Frau"-Casting, welche sich jedoch später als sogenannter WOB-Mob herausstellen sollten. Trotz personeller Neukonstellation an Megafon und Trommeln konnten wir im Unterrang keine
wirklich vernünftige Koordination mit dem Rest hinbekommen, die nicht vorhandene Motivation der anderen Stadiongänger_innen bescherte uns wieder einmal schwache Stimmung auf den Rängen. Ficke Ficke Ficke VfL!
Das Spiel selbst hatte einen eigenartigen Spannungsverlauf. Pinto traf für den HSV nach nur vier Minuten, der Ball rollte und rollte und rollte, aber spannend wurde es erst wieder eine viertel Stunde vor Schluss,
als der Mad Dog Pogatez den Wolfsburger Starstürmer Diego faulte, dieser aber den gegebenen Elfmeter nur gegen die Latte semmelte und wir die knappe Führung über die Zeit retten konnten. Der 1:0 Sieg brachte uns
in der Tabelle wieder weiter nach oben und durch das schwache Abschneiden der Liga-Konkurenz, dem Traum "Europa" ein kleines Stückchen näher. Ganz Ultrà-Deutschland weiß, dass Teile der Brigade gerne
zu Beats stampfen und genau das taten wir dann auch am Abend des Spieltags, um den Derbysieg gegen einen nicht derby-würdigen Gegner zu feiern.
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Das Spitzenspiel des 20. Spieltages der deutschen Fussballbundesliga fand am Freitagabend in Leverkusen statt.
So weit nichts überraschendes, aber der Gegner war niemand geringeres als Hannover 96, und an solche Zustände ist man als leidgeprüfter 96er auch nach über einem halben Jahr Fussball, der alle Erwartungen
übertrifft, noch nicht gewohnt. In der Hoffnung die Leverkusener vom zweiten Tabellenplatz zu stoßen machte sich unter anderem auch ein Bus der Brigade am frühen Nachmittag auf den Weg. Nachdem wir recht
kurz vor Anpfiff das Stadion erreichten, platzierten wir uns über dem Eingang in der oberen Hälfte des Gästeblocks um von dort aus unseren Teil zur Stimmung beizutragen, was sich allerdings aufgrund von
Koordinationsschwierigkeiten mit UH als schwierig herausstellte. Das Spiel konnte leider auch nicht wirklich die Stimmung heben, denn die Leverkusener Elf war unserer über die gesamten 90 Minuten überlegen, und
konnte das Spiel auch dank der Treffer von Vidal (21. Spielminute) und Rolfes (42. Minute) für sich entscheiden und damit für Abstand zu uns sorgen. Entgegen unserer Hoffnung konnte das Bild im Gästeblock durch
unseren ungewöhnlichen Standpunkt oben im Block nicht effektvoll verbessert werden, so das der Großteil der anwesenden Roten sich nur allzu selten zum noch dazu allzu schnellen Singen hinreissen lies, und während
der restlichen Zeit das Feld den üblichen Verdächtigen rund um die Ultras überließ. Ein Höhepunkt war gegen Ende des Spiels doch noch zu verzeichnen, als plötzlich mehrere Bengalfackeln ihr zauberhaftes Licht
versprühten und die Stimmung wenigstens einmal an diesem Tage zum hochkochen brachten. Die Schals und Fahnen in der Luft, wurde der Mannschaft auf dem Feld und eigentlich allen die es wissen wollten (oder auch
nicht) lautstark der Stolz auf unsere geliebten Farben verkündet. SCHWARZ-WEISS-GRÜN EIN LEBEN LANG! Nach zwei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg sind wir also wieder in der sportlichen Realität angekommen,
die sich allerdings nichtsdestotrotz weiterhin sehen lassen kann.
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Wenn Schalke und 96 die Klingen kreuzen, dann fallen Tore. In dieser Partie vom 19.Spieltag leider auch. Genau
eins für Königsblau. Mit etwas mehr Konzentration wäre ein Unentschieden sicher drin gewesen, aber naja. Jetzt geht es erstmal bergab in der Tabelle, schade! In der Nordkurve fehlte das gesamte Spiel über das
notwendige und eigentlich auch zu erwartende Feuer. Mit einer kleinen Versammlung wurde der Spieltag dann in den Räumlichkeiten des Fanprojekts beendet.
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Nach kurzer Winterpause, lud die alte Tante “SGE“ aus Hessen zum Sonntagsausflug um die Rückrunde einzuläuten.
Nach den Patzern der meisten anderen Tabellennachbarn am Vortag, konnte unser HSV heute mit dem Erreichen des zweiten Platzes an die fulminante Hinrunde anschließen. Dafür musste jedoch natürlich heute ein Dreier
her, was gegen die Eintracht eigentlich machbar ist, zumal Sechsundneunzig heute in Bestbesetzung nach Frankfurt kam. Wer unser Team allerdings kennt, der oder die wird wissen, dass sich unsere Kicker bei
solchen vermeintlich, einfachen Gegner gerne mal selber im Weg stehen. Heute jedoch nicht. Bereits nach gut 20 Minuten führte Hannover mit 2:0 und hatte sich somit schon lange den Weg zum Sieg geebnet und konnte
mit einem Treffer gaaanz kurz vor Schluss noch zum 3:0 einnetzen, Lieder fand liedgutmäßig heute nur Standardkram wirklichen Anklang (Hallooooo Kreativität?!), dafür konnte zumindest optisch ein wenig gepunktet
werden. Trotz des Sonntagabends/Montagmorgens gestaltete sich die Rückfahrt ziemlich ereignisreich und kurzweilig.
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