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Mitteilung vom 07.03.2004 Im letzten Heimspiel gegen Hertha BSC am Sonntag den 29.Februar 2004 kam es nach dem Spiel zu handgreiflichen Auseinandersetzungen einiger Mitglieder der Ultras Hannover so wie der Brigade Nord 99. Während des Spiels gab es die üblichen verbalen Auseinandersetzungen beider Gruppen, bedingt durch die unterschiedlichen Betrachtungsweisen eines “angemessenen” Supports unseres Vereines. Über 1 Jahr etwa geraten wir nun aneinander wenn es darum geht was gesungen werden soll und was nicht. Durch den unglücklichen Spielverlauf bekamen diese üblichen Streitereien einen selten dagewesenen aggressiven Charakter. Während des Spiels wurden von unserer Seite Fahnen geschwenkt, wo durch sich einige Mitglieder der UH (wie immer) beeinträchtigt sahen, das Spiel zu verfolgen, außerdem passte das vorgebrachte Liedgut mal wieder nicht in ihr Konzept. Durch den Megaphon-Capo wurde mehrmals bemängelt, das sich zu wenige Personen an dem Support beteiligten (jeweils bei unserem, als auch bei den “Standard”-Gesängen). In der Halbzeit verließ dieser dann wütend seinen Capo-Stand. Kurz danach hatten wir die Kontrolle über das Megaphon, was einige (die üblichen geschätzten 20-25 “Kritiker” unserer Gruppe) Mitglieder der UH wieder dazu veranlaßte uns zu beschimpfen und persönlich zu beleidigen. Ein UH-Mitglied löste dann unseren Mann vom Megaphon ab und trug durch seine wirren Anweisungen dazu bei das die Stimmung schlechter wurde als die in Hälfte eins.Nach dem 3:1 für Hertha sahen wir uns nicht mehr in der Lage etwas für die Mannschaft zu tun und wollten nicht länger Verantwortung für diese übernehmen. Etwa ab der 85.Minute hängten wir die Ultras Hannover, so wie unsere Fahnen ab und trugen das im Block verteilte Material zusammen. Das Spiel war ab da für uns vorbei. Nach dem Abpfiff bot sich das übliche Bild: Unsere, etwa 12 Leute wurden (wie immer, abgesehen von ein paar Ausnahmen) mit sämtlichen UH-Materialien alleine gelassen. Zwei UH-Mitglieder waren noch im Block und schauten ärgerlich auf das Spielfeld. Nach dem jemand unserer Gruppe den einen mit folgendem Satz auf die gegenwärtige Situation aufmerksam machte: “Sag deinen Leuten, sie sollen ihre Doppelhalter mitnehmen”. gingen erst der eine, folgend auch der andere wütend auf unseren Mann zu und beschimpften ihn. Die beiden wurden daraufhin von den Ordnern hinaus eskortiert, wobei wieder persönlicher Beleidigungen gegen uns fielen.Wir ließen daraufhin einige Doppelhalter (so um die 30) im Block liegen und gingen zum Bauwagen um uns dort noch einmal zu sammeln und einiges im Bauwagen zu verstauen. Dort wartete eine ca. 30 Mann starke Gruppe, unter anderem auch die zuvor schon erwähnten beiden UH-Mitglieder. Die uns durch Blicke und einige Äußerungen klar machten das sie verdammt sauer waren. Durch teilweise haltlose Vorwürfe und bodenlose Argumente, so wie persönliche Beleidigungen wurde versucht unsere Leute einzuschüchtern. Die Diskussionen wurden ziemlich emotional geführt, in deren Folge es auch zu kleineren Handgreiflichkeiten kam. Die Vorwürfe im internen Forum der UH wurden nur durch einen kurzen Beitrag unserer Seite zurückgewiesen, demnach wir nach dem 3:1 noch immer am hüpfen waren und wild darauf los sangen. Es kam sogar die Idee auf uns in die Südkurve abzuschieben und Äußerungen wurden getätigt die wie immer durch ein abwerten unsere Ideale, Vorstellungen und Vorbilder geprägt waren. Ein Argument war, das wir durch das brechen einer im November getroffenen Abmachung, die einen Frieden innerhalb der Ultrà-Szene hervorrufen sollte, die Gruppe zum Zerfall bringen würden. Diese Abmachung, die eher einer Erpressung glich und von uns als solche angesehen wurde und wird, sollte uns zum “freiwilligen” Verzicht von jeglichen Fahnen mit orange-farbenen Anteilen zwingen. Durch eine solche Sanktion wurde uns, naiver weise, glauben zu machen versucht, das längst passiv gewordene Mitglieder wieder zurück in aktive Posten kehren würden. Das wurde auch durch die Aufnahme von 3 weiteren Personen in den UH-Vorstand, versucht zu erreichen. Nachdem wir uns für die nächsten 6 Spiele an diese Erpressung hielten, bemerkten wir (wie nicht anders zu erwarten) das sich nichts änderte und nur die Ideal- und ziellosen UH Mitglieder einen Sieg über die mit-aktivsten UH Mitglieder, sprich uns feierten. In der Winterpause beschlossen wir deshalb zu unserer alten Linie zurückzukehren und hielten weiterhin an unserer Ideologie fest.Wobei es zu den oben genannten Vorfällen beim Hertha-Spiel kam. Ein UH-Zukunftstreffen fand nach diesem Spiel am Mittwoch den 03.03.04 statt.Dort wurde beschlossen, das ab sofort kein Material mit orange-farbenen Anteilen (Fahnen, DH usw.) in einem Block der Ultras Hannover geduldet wird. Sowie ein striktes Fahnenverbot während des Spieles und eine Einschränkung unseres selbst entwickelten “schalalalala Gedudels”. Zunächst werden wir uns nicht verbieten lassen unser Fansein auszuleben und uns zum Zuschauer degradieren lassen! Die Extrafarbe unserer Gruppe werden wir uns ebenfalls nicht verbieten lassen, denn was von oberflächlichen Mainstream-geprägten Jugendlichen als pure Idiotie angesehen wird, ist für uns ein unverzichtbarer existentieller Bestandteil unserer Gruppe. Zum zweiten gehören für uns, in erster Linie als Ultras aber auch als “normale” Fans, Fahnen wie die Luft zum atmen. Von vielen wird behauptet die Optik wäre uns wichtiger als die Akustik. Das ist eine solch haltlose Behauptung, die eigentlich keine Beachtung wert ist; wir uns aber trotzdem dazu äußern: Für uns zählt natürlich als erstes der Gesang, das merkt man auch daran das wir versuchen eine 90-Minütige Stimmung zu fabrizieren, aber auch Fahnen gehören dazu. Der Support hat immer mehrere Elemente, die einander brauchen um volle Unterstützung für den Verein zu gewährleisten. Durch die uns bekannte Lage in der hannoverschen Ultrà-Szene wissen wir, das die BN99 über die letzten 2 Jahre die einzigen waren (bis auf 3 oder 4 Ausnahmen) die konstant Arbeit für Spruchbänder und vieles mehr leisteten. Und uns bei Wind und Wetter, notfalls einen Tag vor Spielbeginn, bereit erklärten diese noch anzufertigen. Auch Vorschläge wurden von uns wie selbstverständlich immer wieder geäußert. Für 90% der organisatorischen Dinge im Stadion, dem Hauptaushängeschild einer Ultrà-Gruppe, hatten wir die Verantwortung. Dinge wie z.B. Busfahrten, Turniere, Mitgliederverwaltung etc. lagen in den Händen anderer, was wir respektieren und anerkennen. Fertige Choreo-Konzepte wurden von uns fast immer präsentiert. Wie z.B. zuletzt bei der Sievers-Choreo gegen Borussia M‘gladbach am 20.09.03. Diese Choreo ging bereits etwa 6 Monate vorher in die Planungsphase, bei der immer wieder unsinnige Einwürfe und Verzögerungen auftraten. Schlussendlich war alles wieder von uns entworfen und auch ein Großteil der Arbeiten erledigt worden. Außerdem wurde zum ersten Mal eine kreisförmige Blockfahne angefertigt, die bis etwa 2 Stunden vor Spielbeginn als unmögliche Sache abgestempelt wurde. Der Ausgang dürfte allen bekannt sein. Über zwei Jahre hinweg fungierten wir also als “ausführender Teil” der UH und ließen uns auch durch immer häufiger auftretende unberechtigte Kritik nicht von unserer Bahn abbringen. Mittlerweile werden uns Sachen entgegen geworfen wie: “Ich lasse mir von Kindern mit weißer Mütze, die nicht einmal die Spielernamen kennen meine 7 Jahre lange Arbeit nicht kaputtmachen.” Über Kritik an dem angeblich so “gefestigten” und aufgebautem, das wir zu einem Scherbenhaufen gemacht haben sollen. Weil viele wegen uns keinen Bock mehr haben sich aktiv zu beteiligen, zeugt von solch einer Inkompetenz das sich bei uns nur noch blankes entsetzen einstellt. Wir haben mindestens genauso viel geleistet wie die Führungsriege der UH. Und zuletzt schien sich alles nur noch auf eine Sache zu stützen: Es nervt was wir machen. Es nervt das wir Lieder länger singen, es nervt das wir trommeln, es nervt das wir Fahnen schwenken, es nervt das wir anwesend sind. Aus unserer Sicht kann ein Fußballfan, ob Ultrà oder sonstwas, sich nicht zu einer Aussage hinreißen lassen die Satzteile wie: “Es nervt wie ihr euer Fansein auslebt” auch nur ansatzweise beinhaltet. Dieses werden wir nicht dulden und nicht unterstützen, denn wir verstehen uns als Fans und wollen eine Jugendkultur darstellen die einem Zuflucht bietet vor dieser vorbildlosen Gesellschaft . Die führenden Köpfe der Ultras Hannover sprechen ab sofort nicht mehr für die gesamte hannoversche Ultrà-Szene, sondern nur noch für ihre Gruppe. Denn das was von dieser Gruppe gelebt wird, trifft unsere Auffassung von Ultrà nicht länger. Deshalb verlassen wir hiermit offiziell die Gruppe Ultras Hannover. Damit in Zukunft jede, der beiden Gruppen ihren eigenen Weg gehen kann. Trotz allem werden wir uns weiterhin für die hannoversche Szene einsetzen und man wird sich in schwierigen Situationen auf uns verlassen können. Brigade Nord 1999
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