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Im Frühjahr 1999 entschlossen sich ein paar Jugendliche eine Gruppe zu gründen, um sich selbst und andere zu organisieren. Damals noch im alten Fanblock H31, aber schon stark an der noch jungen Ultrà-Bewegung im Block I32 interessiert, entschloss man sich zu einem Namen nach Vorbild ausländischer Ultrà-Gruppen. Eben “Brigade”. Auch weil zwei Mitglieder gerade ihren Wehrdienst ableisteten und leicht militärisch geprägt waren. Als Zusatz “Nord” wegen der geographischen Lage Hannovers. Heute verbinden wir damit auch unseren Standort im Stadion. Dazu kam noch die “99” als Gründungsjahr. So darf man das Freitagabendspiel, gegen Unterhaching, im März als Gründungstag sehen. Kontakt zum I-Block (Komplott Hannovera, Verrückte Meute) zu knüpfen, war durch die bauliche Trennung der beiden Blöcke sehr schwierig. Bei Auswärtsspielen hingegen, stellte man sich zum Ultrà-Mob und sang mit. Beim Auswärtsspiel in Düsseldorf, im Mai ’99, machte man durch den ersten Doppelhalter auf sich aufmerksam. Desweiteren wurden, bereits beim Pokalspiel TeBe – Hannover 96 im August ’98, geknüpfte Kontakte zu jugendlichen Fans des 1.FC Union Berlin, noch intensiver. Dies äußerte sich in zahlreichen Spielbesuchen bei den Köpenickern, wo auch des öfteren eine Zaunfahne von uns hing. Mit dem Aufstieg von Union in die 2.Liga (2001) schwand das Interesse allerdings stetig. Heute besteht nur noch ein ganz geringer Einzelkontakt nach Berlin. |
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Der Fan-Treff im Fanprojekt, immer Mittwochs, wurde immer beliebter in unserer Gruppe und festerBestandteil des Gruppenlebens für viele Mitglieder und Sympathisanten der Gruppe. Ende März ‘04 wurde das Fanprojekt auch zum Treffpunkt der Gruppe nach allen Heimspielen, natürlich offen für alle 96-Fans. Der letzte Auftritt als Gruppe bei der Amateur-Mannschaft, die von uns seit Gruppengründung häufig besucht und supportet wurde, war das NFV-Pokalfinale 2004 im Eilenriedestadion. Seit dem besuchen zwar noch Mitglieder unserer Gruppe Spiele der Amateure, aber nur als Einzelpersonen. Da sich unsere Aktivitäten mit dem Aufstieg und anschließendem Klassenerhalt der Profi-Mannschaft in der 1.Liga voll auf diese fokussierten. |
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Das Jahr 2004 bedeutete also einen großen Umbruch für die hannoversche Ultràszene, aber vor allem für uns. Wir waren nach der Trennung nun völlig auf uns allein gestellt. Durch den Wechsel von UH in den Oberrang waren wir die aktivste Gruppe in der Mitte der Nordkurve geworden und bekamen einiges an Gegenwind zu spüren. Ein Grund dafür war wohl unter anderem auch das wir ab April ’04 mit SpiritNord unser kostenloses Infoheft zu jedem Heimspiel herausbrachten. In dem Heft äußerten wir klar unsere Meinung und prangerten Misstände in der Fanszene, dem Verein, dem Fusball allgemein und der Gesellschaft an. Doch einige Leute konnten so viel Wahrheit wohl nicht ertragen und hätten uns wahrscheinlich am liebsten in der Luft zerissen. |
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einem Spruchband gegen die dafür verantwortlichen Geschäftsführer. Der Ordnungsdienst kam und meinte wir sollten das Spruchband entfernen was wir natürlich nicht taten. Der hilfslose Ordnungsdienst holte dann die Polizei die uns ebenfalls aufforderte das Spruchband abzunehmen. Wir kamen dem aber nicht nach und die Gruppe verließ geschlossen aus Protest die Kurve und das Stadion um hinter der Haupttribüne eine Spontandemo zu veranstalten. Nach dieser Aktion nahmen wir neue Mitglieder auf, denn man hatte gesehen wer alles hinter uns und unserer Sache stand. Desweiteren nahmen wir auch von Anfang an am Arbeitskreis “96-Fans gegen Rassismus” teil, der von mehreren Gruppen und Institutionen im Dezember 2004 ins Leben gerufen wurde. Dies reihte sich in ein neues sensibilisierters Gruppenverständnis ein das sich langsam innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre entwickelte. So gab es einige Themen die in unseren Fokus rückten und mit denen wir uns beschäftigten, Aktionen machten oder Texte schrieben. Wie z.B. Antirassismus, Gegen den modernen Fussball, Anti-Kommerzialisierung oder Pro Fans/Netzwerk für Fanrechte. |
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In der Sommerpause zur Saison 2005/06 wuchs die Gruppe auf Ihre bisher größte Mitgliederstärke an und nahm auch an der Fandemo “Fussballfans im Abseits” im Juni ‘05 in Frankfurt teil. Seit dem ersten Heimspiel der Saison 2005/06 gegen Hertha BSC haben wir auch einen eigenen Stand hinter der Nordkurve am Container vom Fanprojekt. (Stand: August 2005) |